Der BUND informiert: Früher war es auch mal heiß!!
“Stellt euch nicht so an, ihr Klima-Spaßbremsen! Das ist halt Sommer!”
Die Medien zeigen lachende Menschen am und im Wasser mit Eis.
Gib alles, Sommer! Hersteller von Getränken, Klimaanlagen und Gartenpools
danken es dir!
Die Notärzte schlagen Alarm? Tun die doch immer!
Krankenhäuser stoßen an ihre Grenzen und viele Gebäude sind nicht einmal
klimatisiert? Das trifft doch nur uralte Menschen!
Ja – und kleine Kinder. Schwangere. Vielleicht auch deine Eltern, Großeltern,
Angehörige.
“Die Behörden ” raten: Viel trinken, kühle Orte aufsuchen, es ruhig angehen las-
sen? So einfach ist das!
Eure Wohnung ist komlett aufgeheizt? Arbeitsplatz, Schule oder Kita nicht kli-
matisiert? Euer Job nimmt keine Rücksicht? Eure Haustiere leiden oder kolla-
bieren reihenweise?
Tja. Abkühlung, Klimatisierung und Erholung sind Privilegien – heißt, die hat
nicht jeder!
Über 100 Hitzetote in Paris an EINEM Tag. Auch Kinder.
Pech, wer unterm Dach wohnt oder in einer Gegend mit viel Beton, wer körper-
lich arbeitet, wer kaum noch schläft vor Hitze, wer Angst um seine Familie hat.
Wir können nicht mehr.
Auch die Natur bei uns kann extreme Hitze nur wenige Tage lang abpuffern.
Dann wird es katastrophal.
Jungvögel springen aus überhitzten Nestern. Böden und Flüsse trocknen aus.
Tiere und Pflanzen sterben an Hitze und Trockenheit.
Zum Glück ist jetzt nach einer Woche Abkühlung in Sicht.
Aber wenn die Hitzeperioden länger werden?
Wie lange hält unser Körper das aus? Wann wird Trinkwasser knapp? Wann
brennen die Wälder, die unser Klima stabilisieren?
Hitze diskutiert nicht über Meinungen oder "Klimakleber". Hit-
ze zerstört Leben.
Ja, das Wetter schwankt. Aber die zehn heißesten Jahre seit Beginn der Wetter-
aufzeichnungen liegen alle in diesem Jahrtausend. Zehnmal so viele “extreme
Tage” wie in den 1990ern sind in den letzten Jahren gemessen worden.
Wir fühlen uns hilflos.
Doch die Klimakrise wird nicht dadurch gelöst, dass normale Menschen versu-
chen, perfekt zu leben!
Wir brauchen Druck auf die Entscheidungsträger!
Weniger klimaschädliche Subventionen, konsequenter Klimaschutz, wirtschaft-
liche Chancen der Energiewende nutzen.
Briefe, Mails, Demos, Petitionen.
Es gilt JETZT.

Lasst euch nicht erzählen, dass wir nichts dagegen tun könnten!
Foto: Campact.de
