• Name des Verein / Organisation: Bürgerliste Edermünde

am 23.02.2022 waren wir in der Ge- meindeverwaltung, um uns vom Ver- waltungschef den Haushaltsplan für das Jahr 2022 erklären zu lassen. Wir haben den Termin gerne wahrgenom- men auch weil der Verwaltungschef in seiner Haushaltsrede selbstkri- tisch festgestellt hat, dass bereits gefasste Beschlüsse der Gemeinde- vertretung in der Verwaltung nicht zeitnah abgearbeitet werden konnten

und in den nächsten 2-3 Jahren auch nicht werden. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass nicht nur freiwillige Aufgaben nicht abgearbeitet werden können, sondern auch Pflichtaufgaben wie z. B. die Erweiterung des Feu- erwehrgerätehauses in Holzhausen erst einmal liegen bleiben. Wir sind über diese schonungslos offene Kommunikation dankbar.

Er bittet uns, diese Situation zur Zeit so erst einmal zu akzeptieren und die Verwaltung möchte sich auf das Machbare konzentrieren.
Wir fragen: Über was reden wir? Die zur Verfügung gestellte Auflistung der „aktuellen Arbeitssituation + Planung 2022/2023“ kann hierzu maximal ein erster Entwurf sein, aber das muss im Gemeindevorstand entsprechend mit Inhalt gefüllt werden und ein entsprechender Maßnahmenplan, welcher kri- tisch überwacht wird, muss die Folge sein. Ein entsprechendes Vorgehen fehlt komplett und wir sehen stattdessen die gedankliche weiße Fahne vor der Gemeindeverwaltung. Eine Situation, die wir so nur vom 11.11. um 11:11 Uhr kennen.

Das Angebot des Chefs der Verwaltung, über den richtigen Weg mit den Fraktionen zu reden haben wir daher gerne angenommen und erhoffen uns hiervon eine höhere Transparenz und eine bessere Verständlichkeit auch für unsere Bürger/innen für die aktuelle Situation in der Verwaltung. Nicht zuletzt, verbunden mit der Hoffnung, die Situation in der Verwaltung nach- haltig zu verbessern.

Der Haushaltplan bildet den Stand der Kostenentwicklung zum 17.11.2021 ab. Weitere Kostensteigerungen werden folgerichtig im Nachtrag 2022 eingepreist werden.
In einem Haushalt mit einer Neuverschuldung von 1,55 Mio. € von „durch- weg positiven“ Kennzahlen zu sprechen, können wir nicht nachvollziehen. Um die Belastung der Verwaltung zu reduzieren, bietet es sich an, die In- vestitionen in die Abläufe umzustrukturieren und somit ein effizienteres Arbeiten zu ermöglichen. In diesem Zuge kann im aktuellen Zeitalter ange- kommen werden. Die Anzahl der Stellen wird weiter erhöht. Im Bereich der KiTas um 4 Stellen. Wir würden uns im Bereich Verwaltung und Bauhof eine Überprüfung der Tätigkeiten nach dem Eisenhower Prinzip wünschen und haben dies auch beantragt. Hier müssen wichtige, von weniger wichtigen und dringliche, von weniger dringlichen Tätigkeiten differenziert werden. Die Gemeindevertretung sah das mehrheitlich in der letzten Gemeindevertreter- sitzung nicht so, sodass wir auch weiterhin Optimierungspotenzial nicht nutzen werden. Für Fragen stehen wir gerne zu Verfügung.

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